Hintergrundinformationen

Seit sechs Jahren sind die Dörfer Tumpen und Habichen, die gesamte Bevölkerung des Ötztals und die Ötztaler Ache mit Kraftwerksplänen (samt riesigem Stollenbau) der Ötztaler Wasserkraft GmbH konfrontiert.

Die wichtigsten Gründe, die gegen das Staukraftwerksprojekt Tumpen-Habichen sprechen:

  • Gefahr neuer Erdlöcher in Tumpen
    Bei Bauarbeiten im Flussbett und dessen Nahbereich besteht die enorme Gefahr, dass in Tumpen wieder riesige Erdlöcher brechen, wie bereits im Jänner und Dezember 1992 bei Bauarbeiten durch das Wasserbauamt oder im Jahr 1980 bei der Verlegung einer Telefonleitung (siehe dazu geologische Gutachten im Auftrag des Landes Tirol und Fotodokumentation auf www.oetztalerache.at).
  • Erhöhung der Hochwassergefahr für beide Gemeinden
    Tumpen ist ein akutes Hochwassergebiet, das gefährdetste im gesamten Ötztal. In den letzten Jahrzehnten wurden ganze Ortsteile mehrmals überschwemmt und Anrainer mussten evakuiert werden. In einem solchen Hochwassergebiet kann und darf man unter keinen Umständen ein Staukraftwerk errichten!
  • Staukraftwerk und Stauraum im Muren- und Steinschlaggebiet
    Das geplante Staukraftwerk und sein Stauraum liegen direkt in einem extremen Muren- und Steinschlaggebiet (Fotodokumentation auf http://www.oetztalerache.at), was im konkreten Fall die Hochwassergefahr noch zusätzlich verschärft. Der letzte riesige Murenabgang ereignete sich am 20. August 2012.
  • Wasserrechte des gesamten Ötztals sind betroffen
    Durch das geplante Staukraftwerk sind die Wasserrechte der gesamten Ötztaler Ache betroffen. Das öffentliche Wassergut, das ALLEN gehört und das ALLE unentgeltlich nutzen können, wird durch das geplante Staukraftwerksprojekt privatisiert!
  • Umwelt- und Naturschutz
    Das Staukraftwerk stellt einen massiven, irreversiblen Eingriff in die Natur dar, zudem ist die Ötztaler Ache der letzte große unverbaute Fluss in Tirol!
  • Wassersport, Tourismus
    Das geplante Staukraftwerk schädigt unwiederbringlich den letzten freien Wildwasserfluß Tirols und zerstört die Flusslandschaft. Wassersportler (Kajak, Rafting usw) und der gesamte Tourismus sind massiv betroffen.

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